Moralische Individualität: Eine Kritik der postmodernen by Thomas Kron

By Thomas Kron

Wie können Individualität, ethical und gesellschaftliche Ordnung unter modernen Bedingungen verknüpft werden? Diese Frage steht im Zentrum der kritischen Auseinandersetzung mit dem bekannten Soziologen und Philosophen Zygmunt Bauman und dessen viel beachteten Entwurf einer "Postmodernen Ethik".
Als Ergebnis präsentiert der Autor einen Ansatz zur Erklärung von Wertbindungen unter modernen Bedingungen.

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Mit der Erwartungssicherheit bezüglich der Kontinuität des Lebenslaufs kann sich eine "individualisierte Normalbiographie" etablieren: Der lebenszeitliche Horizont wird zur Orientierungskategorie, in dessen Rahmen traditionale Ordnungsverbindlichkeiten durch individuelle Lebenslaufregime ersetzt werden können. ): Die Standardisierung des Lebenslaufs - dient (1) in Form eines Ablaufprogramms als notwendiges Korrelat zur Individualisierung (Funktion der sO\Jalen Kontrolle). Sie reagiert (2) relativ flexibel auf neue sozialstrukturelle Veränderungen und versucht so, Kompatibilität zwischen der individuellen Lebenszeit und der wirtschaftlichen Zeitstruktur herzustellen (Funktion der Integration).

Als Freiheitsrechte die individuelle Freiheitssphäre vor dem Zugriff der Staatsmacht schützen. Subjektive Rechte sind demzufolge in erster Linie Abwehrrechte des Einzelnen gegen Eingriffe des Staates, wobei die Entscheidung über die Wahrnehmung von Rechten den Individuen selbst überlassen bleibt. Subjektive Rechte gewähren nicht nur Freiheiten im, sondern auch vom Recht. Die Gesellschaft reagiert mit ihrem Recht auf mögliche Überdehnungen von Individualisierungsprozessen, die zu sehr sozialstrukturell wirksam, also zu vereinseitigend aufgelöst werden können (vgl.

Neumann-Braun 1996: 22). Im systemtheoretischen Jargon könnte man sagen, dass derartige Interventionen in die individualisierte Lebenswelt der kulturellen Produzenten nur dann über ein bedeutungsloses Rauschen hinausgelangen, wenn sie authentizitätsfahige Anschlusssignale aussenden. In diesem Sinne bedeutet "Massenkultur" dann erfolgreiche "Gleichheit des Erfahrbaren für alle" (Schulze 1992: 264) - und nur dann kann die über MTV et al. vertretene marktwirtschaftliche Handlungslogik wirksam werden.

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