Soziobiologie: Die Evolution von Kooperation und Konkurrenz by Eckart Voland

By Eckart Voland

Soziobiologie ist den evolutionsbiologischen Ursprüngen tierlichen und menschlichen Sozialverhaltens auf der Spur. Kosten und Nutzen dieses Soziallebens werden in diesem Buch genauso behandelt, wie Strategien sozialer Konkurrenz, additionally Gewalt, Kampf und Dominanz, aber auch Kooperation, Altruismus und Solidarität. Die grundsätzlich in Konflikt miteinander stehenden Interessen zwischen dem männlichen und weiblichen Geschlecht sind Treibstoff der sexuellen Selektion. Kooperation ist als momentaner, immer auch brüchiger Kompromiss im Kampf der Geschlechter zu verstehen. Außerdem geht es in diesem Buch um die neuesten Erkenntnisse zur Evolution der Eltern/Kind-Verhältnisse und damit um die Frage, wie das Naturgeschehen ein Brutpflegeverhalten hervorbringen konnte, das Kindesvernachlässigung und -tötung und zugleich aber auch in depth, tief empfundene elterliche Zuneigung und Fürsorge möglich macht. Das Buch richtet sich an Studierende und Lehrende der Biologie, Anthropologie, Psychologie und Sozialwissenschaften.

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Best evolution books

Animal Signals (Oxford Series in Ecology and Evolution)

Why are animal signs trustworthy? this is often the imperative challenge for evolutionary biologists drawn to signs. after all, no longer all signs are trustworthy; yet such a lot are, another way receivers of signs may forget about them. a couple of theoretical solutions were proposed and empirical reviews made, yet there nonetheless continues to be a large amount of confusion.

Life Ascending: The Ten Great Inventions of Evolution

From Publishers Weekly
Starred evaluate.
In this excellent ebook, Lane (Power, intercourse, Suicide), a biochemist at college university London, asks an exciting and straightforward query: what have been the good organic innovations that ended in Earth as we all know it. (He is speedy to indicate that by way of invention, he refers to nature's personal creativity, to not clever layout. )
Lane argues that there are 10 such innovations and explores the evolution of every. no longer unusually, all the 10—the foundation of existence, the production of DNA, photosynthesis, the evolution of advanced cells, intercourse, circulation, sight, hot bloodedness, recognition and death—is difficult, its origins swirling in major controversy.
Drawing on state of the art technology, Lane does a masterful activity of explaining the technology of every, distinguishing what's really conclusively recognized and what's presently moderate conjecture.
At instances he provides a few surprising yet compelling info.
For instance, one of many light-sensitive pigments in human eyes most likely arose first in algae, the place it will possibly nonetheless be chanced on this day aiding to maximise photosynthesis.
While every one of Lane's 10 matters merits a e-book of its personal, they arrive jointly to shape a chic, absolutely enjoyable complete.
20 illus. (June)

Charles Darwin: A Celebration of His Life and Work

Charles Darwin (1809–82) replaced the area endlessly with the 1859 ebook of at the foundation of Species by way of usual choice. Charles Darwin: a party of His lifestyles and Legacy is an anthology of severe writings that grew out of a lecture sequence, hosted by way of Auburn college, hung on the celebration of the 2 hundredth anniversary of Darwin's delivery and the a hundred and fiftieth anniversary of the 1st version of his most renowned publication.

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Gemäß dieses Unterschieds musste es im Fitnessinteresse der sich reproduzierenden Frauen liegen, wenn irgend möglich eine nichtreproduktive Helferin in ihre Haushaltsökonomie einzubinden. Insofern waren die Voraussetzungen für eine adaptive Anwendung reproduktiver Unterdrückungsmechanismen gegeben. 5). Wenngleich solche Zusammenhänge nichts über ihre Verursachung aussagen und deshalb wenig Beweiskraft haben, stehen sie doch immerhin im Einklang mit der These Flinns, wonach die Familiendynamik durch tiefgreifende reproduktive Interessenskonflikte zwischen Mutter und Tochter gespeist wird.

In gar nicht oder nur schwach befallenen Nestern ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Aufzucht 4,5-mal größer. Die trotz Milbenbefalls überlebenden Tiere sind zudem weniger kräftig und von daher anfälliger gegenüber anderen Beeinträchtigungen ihrer Vitalität. Weitere Kosten entstehen: Die Brutvögel beginnen umso wahrscheinlicher mit einem aufwändigen Neubau eines Nests für ihre zweite Brut der Saison (anstatt das erste Nest auszubessern und anschließend noch einmal zu benutzen), je stärker der Milbenbefall des ersten Nests war.

Gemäß der gruppenselektionistischen Sichtweise der traditionellen Verhaltensforschung standen beim Studium des Brutparasitismus zunächst die Arten im Vordergrund, die, wie der europäische Kuckuck oder der amerikanische Kuhstärling, ihre Eier in artfremde Nester legen (vergl. Abschn. 3). Mit den theoretischen Weiterentwicklungen der Soziobiologie fand dann zunehmend auch der intraspezifische Brutparasitismus das Interesse der Forscher, denn weil die Evolution ein gen-zentriertes Prinzip ist, sollte man reproduktive Konkurrenz auch unter Individuen derselben Art erwarten.

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